SPD läutet den Wahlkampf ein

Veröffentlicht am 26.05.2020 in Ortsverein
 

Kompetentes Team für 2020

Ostbeverns Sozialdemokraten trafen sich am Dienstag, dem 12. Mai, zu einer über dreistündigen Marathonsitzung. Es ging im ersten Teil um die Vorbereitung der Kreistagswahl und im zweiten Teil um die Vorbereitung der Kommunalwahl.

Landratskandidat Kocker: "Neue Sozialpolitik und Verkehrswende!"

Zum  ersten zentralen Tagesordnungspunkt hatte der OV-Vorstand Dennis Kocker (40) eingeladen, der sich als Mitglied der Kreis-SPD mit Unterstützung der Grünen, der Linken und der Piraten um das Amt des Landrats bewirbt.

In einer mitreißenden Vorstellungsrede machte der Jurist  Dennis Kocker, nach einigen Daten zur Biographie, deutlich, welche Themen ihm vor allem in der Kreispolitik wichtig sind. So werde er sich im Sozialbereich unter anderem einsetzen für eine neue Wohnungsbaupolitik, genauer für die Forcierung des sozialen Wohnungsbaus, der im Kreis sträflich vernachlässigt worden sei. Und  er werde für eine umfassende Verkehrswende kämpfen; das bedeute eine deutliche Stärkung des ÖPNV, etwa die Einführung des 365-Eurotickets und als besondere Maßnahme der Bau einer S-Bahn-Strecke durch den Kreis Warendorf bis nach Lippstadt. Den geplanten Ausbau der B64n dagegen halte er für „überdimensioniert“. Und er machte deutlich, dass er ebenso den Klimanotstand besonders ernst nehme.

Zum Schluss sprach Dennis Kocker über die Schwierigkeiten  eines Wahlkampfs in Coronnazeiten, zeigte sich aber überzeugt, dass ein solcher erfolgreich möglich sei. Man müsse sicher mehr die ‚neuen‘ Medien bespielen, dürfe aber nicht auf den realen Kontakt mit den Wählerinnen und Wählern verzichten. Man müsse wohl neue Formen finden und dabei natürlich immer auf Distanz achten. Wichtig sei dabei besonders die Unterstützung der Parteigenossen, um die er werbe.

Ortsvereinsvorsitzender Willy Ludwig bedankte sich bei Dennis Kocker für seine  engagierten und motivierenden Ausführungen und versprach unter dem Beifall der Anwesenden eine hundertprozentige Unterstützung des Ortsvereins.

Der zweite Themenbereich war die Wahl eines Kandidaten für den Kreistag und die Wahl des Stellvertreters.

Zur Wahl stellte sich Thomas Manthey (44), ein kürzlich  von Beckum nach Ostbevern zugezogener engagierter Sozialdemokrat, beruflich als Wirtschaftsinformatiker tätig. Als wichtige Themen seiner Arbeit im Kreistag nannte er in seiner Bewerbungsrede neben Wirtschaft und Digitalisierung die Sozialpolitik. Er werde sich mit aller Kraft für die „soziale Ausgestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft“ einsetzen.

Thomas Manthey wurde einstimmig von der Mitgliederversammlung zum Kreistagskandidaten gewählt.

 Als sein Stellvertreter kandidierte Jürgen Schneider, von Beruf Architekt. Er erklärt in seiner Vorstellung, dass er sich vor allem für nachhaltige Bauleit- und Quartiersplanung einsetzen werde.

Auch Jürgen Schneider wurde einstimmig zum Ersatzkandidaten gewählt.

Willy Ludwig: "Wir sind zur Wahl bestens aufgestellt. Wir haben kompetente Bewerber und eine gute Mischung aus neuen jungen und bekannten Gesichtern."

Im zweiten Teil der Mitgliederversammlung der SPD am 12. 5. ging es um die Vorbereitung der Kommunalwahl. Er begann mit der Vorstellung des Entwurfs für das Kommunalwahlprogramm, das von drei Arbeitsgruppen erarbeitet worden war und von den Gruppensprechern  in den Grundzügen vorgestellt wurde.

Willy Ludwig  als Vertreter der Gruppe ‚Ostbevern sozial‘ betonte, wie wichtig dieser Bereich für Sozialdemokraten sei und sprach vor allem die Forderungen nach einer guten Schulpolitik dann, dazu gehöre die angemessene mediale, personelle und räumliche Ausstattung, aber auch ein vernünftiger Schulweg nach dem Prinzip ‚kurze Beine – kurze Wege‘.

Sebastian Meyberg sprach für die Gruppe ‚Ostbevern ökologisch‘. Er forderte, dass die Ausrufung des Klimanotstands in Ostbevern auch in Zeiten von Corona Konsequenzen haben müsse. Er verwies auf die Notwendigkeit von klimaneutralem ´Bauen und eine umfassende Verkehrswende.

Thomas Manthey und Peter Eisel stellten zentrale Punkte aus dem dritten Themenfeld ‚Ostbevern ökonomisch‘ vor. Sie unterstrichen, dass durch die Coronakrise auch auf Ostbevern eine riesige Herausforderung  für viele Arbeitnehmer und Betriebe und natürlich auch auf den Gemeindehaushalt zukomme. Es gelte Abschied zu nehmen von der schwarzen Null. Sie forderten einen Schutzschirm für die Gemeinden von Bund und  Land und vom Kämmerer die Aufstellung eines Nachtragshaushaltes.

Nach engagierter Diskussion wurde der Entwurf des Programms einstimmig angenommen, verbunden mit der Auflage, es in angemessener Form im BIBER zu veröffentlichen.

Die zur Wahlleiterin gewählte Ulla Zumhasch erläuterte  die vom Vorstand in Vorgesprächen vorbereitete Liste der 13 Bewerberinnen und Bewerber und betonte, dass es diesem wichtig gewesen sei, die Plätze mit neuen und jungen und mit bewährten Kräften zu besetzen. Dies sei überzeugend gelungen. Nach der Vorstellung der Bewerber:innen wurden alle 13 Kandidaten einstimmig gewählt.

Eben so harmonisch ging es zu bei der Wahl der Personen für die Reserveliste, die bei der Wahl 2014 für die SPD bis Platz 5 gezogen hatte. Für diese ersten Plätze bewarben sich diesmal Willy Ludwig (Platz 1), Dajana Dossow (Platz 2), Thomas Mantey (Platz 3), Jutta Drilling-Kleihauer (Platz 4) und Peter Eisel (Platz 5).

Nachdem sich ebenfalls alle 15 auf der Liste Stehenden vorgestellt hatten, wurden  sie einstimmig in geheimer Wahl bestätigt.

Zum Abschluss dieses Tagesordnungspunktes dankte Willy Ludwig noch einmal allen Bewerber:innen für ihre Bereitschaft zur Kandidatur und gratulierte ihnen zur Wahl. „Ich freue mich, dass die Wahlen so harmonisch und einmütig abgelaufen sind, wo man doch von einem kleinen Neuanfang sprechen könnte; und ich bin sehr zufrieden, dass die Mischung zwischen jung und älter, neu und bewährt stimmt.“, kommentierte Ludwig.

Den Schlusspunkt der Mitgliederversammlung setzte Karl Piochowiak,  gemeinsamer Bürfürgermeisterkandidat von SPD, Grünen und FDP. In seinem kurzen Grußwort dankte er noch einmal den Genossen für ihre Unterstützung und bat um weitere Hilfen. Im Zusammenhang mit seinen Wahlkampfaktivitäten wies er auf seine neue Homepage, seine Videos bei Youtube und seinen Flyer hin. Als besonders wichtig bewertete er seine Kontakte zu den Vereinen, über die er Sommeraktionen auf den Weg bringen wolle, was sich sehr erfolgversprechend anlasse. An diesem Punkt betonte Karl Piochowiak, wie wichtig ihm gerade die  ehrenamtliche Arbeit sei. Wie schwierig auch die finanzielle Situation in der Gemeinde sei, mit ihm als Bürgermeister werde es keinen „Raubbau an den freiwilligen Leistungen geben“.

Zum Schluss gratulierte er allen Gewählten und wünschte ihnen viel Erfolg.

Willy Ludwig bedankte sich bei Karl Piochowiak für seine Worte,  die Mut machten, und sagte ihm weiterhin die volle Unterstützung der SPD zu.

Damit beendete er die Mitgliederversammlung.

 

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