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Rathausbau: Warum kein Architektenwettbewerb?

Presse

Pressemitteilung der SPD-Fraktion vom 03.11.2016

Auf der jüngsten Fraktionssitzung kritisierten die Mitglieder der SPD-Fraktion einhellig, dass der Bürgermeister ohne Vorbereitung und Vorankündigung eine zentrale Zusage aller Parteien gebrochen hat. Sie beklagten, dass Herr Annen überfallartig auf der letzten Ratssitzung, was die weitere Planung des Rathausbaues angeht, einen Unternehmerwettbewerb durchgesetzt habe. Und dies, obwohl der Rat sich einmütig für einen Architektenwettbewerb ausgesprochen und das den Bürgern zugesagt hatte.

Das Vorgehen sei doppelt ärgerlich. Zum einen habe es keine Zeit zur Beratung, geschweige denn zur Diskussion von Alternativen gegeben. Schon deswegen habe die SPD der überraschend präsentierten Tischvorlage nicht zustimmen können. Zum anderen habe es sich um den klaren Bruch eines Versprechens gehandelt.

Die Fraktionsmitglieder waren sich, was die Konsequenzen aus der Situation angeht, einig: Sollte der Ratsbeschluss nicht zurückgeholt oder modifiziert werden können, werde man in der Folgezeit darauf drängen, dass alle Verfahrensschritte so transparent wie möglich begründet und erarbeitet werden.

„Wir wollen, dass in Zukunft nicht mehr über unbekannte Tischvorlagen, die nicht intensiv und im Vergleich mit Alternativen beraten werden können, abgestimmt wird“, fasste Heinz-Josef Zumhasch zusammen.

„Im Blick auf das Rathaus plädieren wir konkret für eine eigenständige Projektgruppe, die die Wettbewerbsausschreibung erarbeitet, bestehend aus Fachleuten und Mitgliedern aus Rat und Verwaltung. Und wir unterstützen die Einrichtung eines Gestaltungsbeirates. Dieser sollte die Gestaltung der Dorfmitte und auch die städteplanerische Einordnung des Rathauses begleiten und entsprechende Pläne begutachten. Wir können uns hierbei auch gut einen Workshop unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vorstellen“, erklärte Peter Eisel.

Als besonders wichtig bezeichneten die Mitglieder der Fraktion die Arbeiten der Architekten, die die Unternehmer hinzuziehen müssen. Bei der endgültigen Bewertung der Wettbewerbsergebnisse, etwa durch eine kompetente Jury, müssten ihre Vorschläge den Ausschlag geben.

Dabei sei auch zu überlegen, wie einheimische Architekten und Unternehmer zu beteiligen seien.

Und zuletzt regte die Fraktion an, dass genau überprüft werden müsse, welche Leistungen extern erbracht werden müssten und welche nicht; denn hier könnten nicht unerhebliche Kosten gespart werden.