Anpacken für unsere Gemeinde. Die SPD in Ostbevern.

Pressemitteilung: SPD lädt zum Bürgerdialog

Ortsverein

Am Dienstag trat der SPD-Vorstand zusammen, um sich über das geplante Großprojekt an der Hauptstraße 48 – 54 zu beratschlagen. Bürgermeister Annen hatte zuvor am 21. Juni auf einer Infoveranstaltung drei ausgewählte Konzepte vorgestellt, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte vorsehen. Für Ortsvereinsvorsitzende Susanne Steinkat Grund genug, das Thema ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen und die Mitglieder auf ihre persönliche Meinung hin abzuklopfen. Um auch die Meinungen aus der Bevölkerung aufzunehmen, werden die Ostbeverner am 18. Juli zur offenen Diskussion bei Mersbäumer eingeladen.

Einigkeit herrschte in der Runde darüber, dass ein Supermarkt an der Hauptstraße keinen Mehrwert für Ostbevern bringt. Diese Möglichkeit wurde bereits im Frühjahr von den Genossen erwartet und durchweg abgelehnt. Steinkat erinnerte zugleich an den Unmut vieler Bürgerinnen und Bürger, welchen das Konzept auf der Infoveranstaltung, insbesondere hinsichtlich des Zulieferverkehrs, hervorgerufen hatte.

Beisitzerin Ulrike Schmidt äußerte ebenso Bedenken an der Realisierbarkeit eines medizinischen Facharztzentrums, sei es zumindest fraglich, ob dieses Konzept auch von den Ärzten angenommen würde. Sie verwies dabei auf negative Erfahrungen mit ähnlich ambitionierten Zentren in anderen Ortschaften. Ein weiterer Wortbeitrag mahnte die Anschaffung teurer Geräte, die an der Wirtschaftlichkeit insgesamt zweifeln lassen.

Mehrheitlich positiv wurde hingegen die Idee der Errichtung neuer Geschäfts- und Wohnhäuser aufgenommen. „An Geschäften und erschwinglichen Wohnungen mangelt es derzeit in Ostbevern“, gab Fraktionsmitglied Simone Frietsch zu Bedenken. Jedoch bereitet ihr das Verfahren Bauchschmerzen, soll doch der Gemeinderat im September ohne öffentliche Kenntnis der Investoren entscheiden wie es weitergeht. Damit traf Frietsch einen wunden Punkt bei den Genossen. Losgelöst von den einzelnen Konzepten, sei es unverantwortlich, einen großen Teil der Hauptstraße an Investoren zu verkaufen, dessen Interessen im Dunkeln bleiben, so der Tenor.

Da das im Frühjahr beschlossene Vorgehen zum Interessensbekundungsverfahren keineswegs ausschließt, dass der Rat keine der drei Varianten auf den Weg bringt, schlug Ulla Zumhasch vor, mit den Bürgern noch einmal grundsätzlich über die Hauptstraße zu diskutieren. „Wir müssen überlegen, ob die Gemeinde dieses Filetstück überhaupt aus der Hand geben sollte“, sagte Zumhasch und schloss auch einen Bau in Eigenregie nicht aus. Deshalb sollen die Ostbeverner noch einmal Gelegenheit bekommen, ihre Meinungen zu den Konzepten, aber auch mögliche Alternativen zu äußern, freilich ohne Denkverbote. Am Dienstag, den 18. Juli um 19:00 Uhr, lädt die SPD bei Mersbäumer zum gemeinsamen Austausch ein.

Pressemitteilung vom 15.07.2017