Anpacken für unsere Gemeinde. Die SPD in Ostbevern.

Dorfplanung bleibt Stückwerk

Kommunalpolitik

Leider hat der Gemeinderat die Gründung eines Gestaltungsbeirates mit Stimmen der CDU, FDP und Grünen abgelehnt. Ein solcher Beirat, bestehend aus externen, kompetenten  Planern und örtlichen Vertretern, diskutiert die Gestaltung einzelner Projekte (auch neue Rathäuser) im städtebaulichen Kontext. Dieses Gremium kann mit seinen Empfehlungen und durch Überzeugungsarbeit den Entwicklungsprozess des Dorfbildes verantwortungsbewusst und konstruktiv begleiten. Münster, Telgte und Warendorf nutzen als drei von insgesamt 43 Kommunen in NRW mit Erfolg aktive Beiräte. In Ostbevern wurde diese Chance vertan. Lest hier den Bericht der vergangenen Ratssitzung.

 

Kein Beirat für die Gemeinde (WN vom 28.11.2016)

Ostbevern. Die Errichtung eines Gestaltungsbeirates wurde – wie nach der Diskussion in den Ausschüssen nicht anders zu erwarten war – im Rat mehrheitlich abgelehnt. Lediglich die SPD-Fraktion stimmte geschlossen für die Gründung, so wie das Peter Uenning und die Sozialdemokraten in  zwei Anträgen gefordert hatten. „Ein Gestaltungsbeirat berät die Räte in Planungen von weit reichender Bedeutung. Da solche Projekte unter anderem das Rathaus, in Ostbevern  anstehen, ist es sinnvoll, solchen Beirat zu gründen“, hatte Fraktionschef Peter Eisel den SPD-Antrag begründet. Dem wollten aber weder die CDU und die FDP noch die Grünen folgen.

Je nach Größe einer Kommune setzte sich ein solches Gremium aus bis zu fünf Fachkräften zusammen, die in vielen Fällen als Architekten, Innenarchitekten oder Stadtplaner die Qualifikation zum Preisrichter hätten, hatte die Verwaltung erklärt. In der Regel trete das Gremium alle zwei Monate zusammen, um die in Baugenehmigungsverfahren geltenden Fristen einhalten zu können. Die Aufwandsentschädigung für ein solches Gremium bezifferte die Verwaltung auf jährlich rund 15.000 bis 20.000 Euro, zusätzlich der Kosten für eine Geschäftsstelle in der Verwaltung.