Anpacken für unsere Gemeinde. Die SPD in Ostbevern.

2. Sonntagsgespräch des Ortsvereins

Ortsverein

Artikel und Foto: Anne Reinker

Der SPD Ortsverein veranstaltete am 18. Oktober erfolgreich das zweite Sonntagsgespräch. Nachdem zuletzt das Thema „Flüchtlinge in und aus Ostbevern“ den Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe bot, wurden diesmal Chancen, Probleme und Risiken der heimischen Wirtschaft angesprochen. Zusammen mit Vertretern des Vereins „Wirtschaft Ostbevern“, Unternehmern sowie dem Experten für E-Commerce Marcus Diekmann diskutierte die Runde auch über die richtige Antwort auf die vermeintliche Bedrohung durch den Internethandel. Die WN berichtete am 19.10.2015 über das Gespräch.

Wirtschaftsgespräch

Gegen das Internet bestehen

Ostbevern. Beim Wirtschaftsgespräch stand die Lage der Unternehmer und Einzelhändler im Ort in den Mittelpunkt. Es ging darum, wie sie sich gegen die Konkurrenz aus dem Internet behaupten können. Ein Experte hatte Ideen.

Die SPD hat gestern im Rahmen ihres Sonntagsgesprächs die Lage der Unternehmer und Einzelhändler im Ort in den Mittelpunkt gerückt.

Lebhaft und durchaus kontrovers diskutierten die Teilnehmer der Runde die Chancen und Möglichkeiten, mit denen der Handel angetrieben werden kann. Neben Parteimitgliedern begrüßte der Vorsitzende Heinz-Josef Zumhasch auch interessierte Bürger, Mitglieder des Vereins „Wirtschaft Ostbevern“ sowie den Autor und kaufmännischen Analysten Marcus Diekmann aus Coesfeld.

In „hochmotivierter Runde“ freute sich Heinz-Josef Zumhasch auf eine rege Diskussion. Und die entwickelte sich zügig, denn gerade bei den Themen des örtlichen Handels und der Entwicklung des Online-Kaufs gab es Diskussionsbedarf. Friedhelm Hösker, Vorsitzender „Wirtschaft Ostbevern“, erläuterte den Ist-Zustand der Unternehmer vor Ort. „Es stimmt uns ein wenig missmutig, dass die Voraussetzungen für die Ansiedlung neuer gewerblicher Interessenten schwierig sind“, sagte er. „Das verhindert Investitionen.“ Als zweite Punkt verwies er auf die Hauptstraße. „Über den Einzelhandel dort reden wir schon seit Jahren.“ Birgit Ritter, ebenfalls Vorstandsmitglied, stimmte zu: „Für einen interessanten Ortskern ist es wichtig zu wissen, wie es weitergeht.“

Eine Lösung, um den lokalen Handel anzuschieben, könne die Spezialisierung der Einzelhändler sein, meinte Marcus Diekmann. Denn: „Einen Erlebniskauf wird in Zukunft keiner mehr in Ostbevern machen.“

Das sahen einige Verantwortliche des Wirtschaftsvereins anders. „Wir können etwas bewegen, wenn uns die Gelegenheit dafür gegeben wird“, sagte Friedhelm Hösker. Dass die Konkurrenz für den örtlichen Handel im Online-Geschäft gesehen wird, darüber waren sich alle einig. Doch Marcus Diekmann sieht Chancen: Vor allem durch Dienstleistung und Service könnten die lokalen Unternehmen einen höheren Stellenwert bei ihrer Kundschaft erreichen.

Der Herausforderung, die Situation des Einzelhandels im Ort zu verbessern, wollen sich die Ostbeverner stellen. Marcus Diekmann gab Tipps. Er forderte ein Konzept, wie das Gewerbe strategisch angesiedelt werden kann und der gut funktionierende Tourismus unterstützt in die örtlichen Unternehmen eingebunden werden könnten.

Nicht nur für die Mitglieder des Vereins „Wirtschaft Ostbevern“ öffneten sich im Sonntagsgespräch neue Ansätze, die sie nun angehen wollen. Zumhasch war nach der zweistündigen Diskussion zufrieden: „Wir haben ungeheuer viele Impulse bekommen“.